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10. Mai 2016

FPÖ befragt Gutachter Havranek: Wurden Bayern bei Aufarbeitung „geschont“?

Mit der Befragung von Thomas Havranek, der ab 2010 unter anderem als Leiter eines Teams von Forensikern für die Hypo tätig war, startete der U-Ausschuss heute in den Mai. FPÖ-Fraktionsführer NAbg. Erwin Angerer wollte zu Beginn von der Auskunftsperson wissen, warum der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf der Ukraine und Bulgarien lag. Havranek gab zur Antwort, dass diese seiner Firma CIN und der Kanzlei Lansky, Ganzger & Partner zugeteilt worden sei. Dort hätte man Einzelfälle prüfen sollen, wobei die Risikomanagementsoftware nicht funktionierte. Angerer hakte nach und fragte, ob dies üblich sei, was Havranek verneinte. Man habe festgestellt, so der Befragte weiter, dass mit der Bayern LB ein reger Informationsaustausch stattgefunden hätte. Nähere Informationen gab er mit Verweis auf die Nicht-Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht nicht.

Der freiheitliche Fraktionsführer wechselte nun zu einem anderen Thema: das Netzwerk des ehemaligen Hypo-Vorstands Striedinger in Liechtenstein. NAbg. Erwin Angerer stellte dazu die Frage, ob dieses nach dem Einstieg der Bayern in die Bank beendet worden sei. „Ich weiß es nicht“, lautete die Antwort Thomas Havraneks darauf. Auf die Nachfrage, ob er ausschließen könne, dass weiter Gelder geflossen sind, gab der Zeuge dieselbe Antwort und führte aus, dass es Aufgabe der CIN gewesen wäre, ein Gesamtnetzwerk in Hinblick auf eingebrachte Sachverhaltsdarstellungen zu erstellen.  Insgesamt liefen laut Havranek die Aufarbeitungen bis 2014.

Angerer wollte nun wissen, warum die Bayern dabei geschont worden seien? Havranek meinte dazu, dass die Aufarbeitung als „lästiges Beiwagerl“ gesehen worden wäre. Abschließend sprach der freiheitliche Fraktionsführer noch das Thema Tresorraum an: Hatte Kulterer noch Zutritt zu diesem? Havranek verwies auf Gerüchte, er selbst hatte dazu keine Wahrnehmung.

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