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21. April 2016

FPÖ befragt Ex-Hypo-Sonderbeauftragten Georg Krakow: "In nur 19 Monaten zum Millionär"

FPö befragt Ex-Hypo-Sonderbeauftragtem Georg Krakow

Die erste Auskunftsperson des heutigen U-Ausschusstages war Georg Krakow. Er wurde im Jahre 2012 als Sonderbeauftragter des Finanzministeriums eingesetzt, als solcher war er in der Forensikabteilung der Hypo tätig. Weiters war er auch als Koordinator Mitglied in der Hypo-Taskforce. Vor seinen Tätigkeiten in der verstaatlichten Hypo war Krakow Staatsanwalt und Kabinettschef der ehemaligen ÖVP-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner.

FPÖ-Fraktionsführer NAbg. Erwin Angerer sprach Georg Krakow daher gleich auf dessen Karriere – er wurde "in nur 19 Monaten zum Millionär" – an und fragte, ob es politische Gründe für seine Bestellung gegeben habe, was der ehemalige Kabinettschef einer ÖVP-Justizministerin verneinte. Angerer legte ihm darauf ein Dokument vor und wollte von dem Zeugen wissen, ob es am Beginn seiner Tätigkeiten politischen Einfluss gegeben habe. Dies verneinte Krakow ebenfalls, er habe mit der Forensikabteilung zu tun gehabt. Auf diese Abteilung ging der freiheitliche Fraktionsführer nun besonders ein: Ihr stand nämlich mit Christian Böhler ein NEOS-Politiker vor. Angerer fragte daher, ob es nie Thema gewesen sei, dass ein NEOS-Politiker in der Hypo sei. Krakow meinte, dies sei nie Thema gewesen.

Der freiheitliche Abgeordnete kam nun auf Rettungsmodell einer „internen Bad Bank“ zu sprechen. Georg Krakow meinte dazu, dass eine solche von der Bankenkonzession erfasst gewesen sei. Eine solche Abbaueinheit wäre bereits sehr früh besprochen worden, sie wäre aber nicht spruchreif gewesen und erst spät umgesetzt worden. Ob dies früher möglich gewesen wäre,  konnte er nicht sagen. Ebenso wenig wollte er auf eine entsprechende Frage Angerers gewusst haben, dass die Kanzlei Wohlschlägl- Aschberger bereits vor 2009 im Rahmen eines Gutachtens hinsichtlich der Swap-Verluste für die Hypo tätig war.    

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